Kennt ihr das auch? Dinge aufzuschieben, obwohl ihr eigentlich loslegen wollt? Ihr seid von etwas richtig begeistert, habt sofort Lust, es umzusetzen – und dann kommt euch euer eigener Kopf dazwischen. Dieses leise „Ja, aber…“, das sich erst ganz vernünftig anhört und am Ende dafür sorgt, dass aus einer Idee einfach nichts wird.
Bei uns waren es am Ende ziemlich genau sechs Jahre.
Giuls wollte schon lange Ukulele spielen. Nicht als großes Projekt, sondern einfach so, wie man sich das vorstellt: abends am Lagerfeuer sitzen, ein bisschen klimpern, vielleicht ein Lied spielen, nicht perfekt, aber echt. Dieses Bild war da – und trotzdem ist es nie passiert. Es war immer etwas dazwischen. Zu wenig Zeit, nicht der richtige Moment, vielleicht auch einfach zu viel Nachdenken.
Bis wir diese Woche zwei Menschen getroffen haben, die genau das einfach machen. Die zusammensitzen, spielen, Spaß haben – ohne großes Drumherum. Und irgendwann fiel dieser Satz: „Dann macht es doch einfach morgen.“
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Kein großes Konzept, kein Plan, kein „lasst uns das mal vorbereiten“. Einfach machen.
Und genau das haben wir getan. Am nächsten Tag sind wir los, in den nächsten Laden, haben uns beraten lassen und eine Ukulele mitgenommen. Ohne lange zu vergleichen, ohne uns vorher durch das Internet zu wühlen, ohne die „perfekte Entscheidung“ zu suchen. Einfach den Impuls genommen und weitergegangen.
Und dann passiert etwas, das man schwer erklären kann, wenn man es nicht erlebt hat: In dem Moment, in dem man vom Denken ins Machen kommt, verändert sich etwas. Da ist plötzlich Energie. Vorfreude. So ein leichtes Kribbeln, weil man merkt, dass man gerade nicht mehr plant, sondern wirklich lebt.
Man fragt sich fast automatisch, warum man sich so lange selbst im Weg gestanden hat.
Denn wenn man ehrlich ist, war es nie wirklich kompliziert. Wir haben es nur kompliziert gemacht. Dieses „man müsste mal“ oder „man könnte mal“ ist ja schnell gesagt – aber es bleibt eben genau da hängen. Im Kopf. Und während man darüber nachdenkt, vergeht Zeit.
Was uns in diesem Moment nochmal klar geworden ist: Wir sind unglaublich gut darin, Probleme zu sehen. Wir überlegen, was alles dagegen spricht, was fehlen könnte, was nicht optimal ist. Aber viel seltener fragen wir uns, was eigentlich passieren würde, wenn wir einfach anfangen.
Und oft ist die Antwort: ziemlich viel Gutes.
Nicht, weil alles perfekt ist. Sondern weil überhaupt etwas passiert. Weil Bewegung reinkommt. Weil man merkt, dass die Dinge oft viel einfacher sind, als man sie sich vorher im Kopf ausgemalt hat.
Am Ende saßen wir da – mit einer Ukulele, mit diesem Gefühl, endlich angefangen zu haben, und mit der Erkenntnis, dass all das auch schon vor sechs Jahren hätte passieren können. Aber gleichzeitig auch mit dem Gedanken: besser jetzt als nie.
Es gibt diesen Satz, dass der beste Zeitpunkt, etwas zu beginnen, gestern war – und der zweitbeste heute. Und genau so hat sich das angefühlt.
Deshalb die Frage an euch:
Was ist das bei euch? Was schiebt ihr schon lange vor euch her – obwohl es euch eigentlich reizt? Und was ist es wirklich, das euch gerade noch davon abhält?
Vielleicht braucht es gar nicht viel. Vielleicht reicht ein kleiner Impuls. Und vielleicht ist genau heute der Moment, einfach mal das „Ja, aber…“ leiser zu drehen und loszugehen.

Sehr gut… getreu dem Motto von Pippi Langstrumpf
„Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“
Macht weiter so – ihr seid super.
Ganz liebe Grüße
Klaus
Was für ein schönes Zitat! Genau so! 😍👍