Unterwegs
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What A Difference A Day Makes

Lagerfeuer an der Hunte

Fast neun Monate schien die Normalität unendlich weit weg. Vor neun Monaten waren wir auch das letzte Mal auf unserem Platz an der Hunte. Nun konnten wir wieder hin und sind natürlich direkt los. 24 Stunden reichten aus, um unsere Zuversicht deutlich zu steigern und unsere Akkus aufzuladen.

Wir hatten die Befürchtung, der Weg unsere Akkus wieder aufzuladen, würde ein sehr, sehr langer Weg werden. Es hatte sich in den vergangenen Monaten so ein zäher Blues in unseren Alltag eingeschlichen. Zu viele Stunden auf dem Sofa, zu viele Stunden in Videokonferenzen vor dem Rechner anstatt von Angesicht zu Angesicht. Einfach zu viele Monate Zuhause ohne persönliche Kontakte oder kurz: Ohne Normalität wie wir sie alle bisher kannten und schätzten.

Giuls beim Trockenpaddeln

Dass 24 Stunden ausreichen würden, um eine ganz andere Stimmungslage hervorzuzaubern, das hat uns mächtig überrascht. Wie? Darum geht es in unserem Video. Mit dabei: Unser neues Boot, eine neue kleine Feuerschale und natürlich die Hunte!

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Es war ein proppenvoller Tag und der Plan war natürlich eh ein anderer. Geplant war dienstags mit dem Puck zum TÜV zu fahren und von da aus weiter zur Hunte, um dort bis Pfingstmontag zu bleiben. Also den Puck angehangen und los. Beim TÜV angekommen (es dauert von uns aus ca. 2 Stunden bis zu Georg; in der Nähe unseres Platzes an der Hunte) erreichte uns die Nachricht: „Hey, euer Boot kommt morgen!“ Doof nur, dass wir nicht Zuhause waren und die Nachbarn zu fragen, ob sie ein 5 Meter langes Paket annehmen könnten, nun ja….

Langes Boot beim Nachbarn abgeben...?

Beim Nachbarn abgeben…?

Also den Puck bei Georg stehen gelassen und zurück nach Essen gefahren. Mittwochs dann das Boot in Empfang genommen, auf’s Dach gepackt und am Donnerstag den Puck eingesammelt und dann endlich ab an die Hunte. Ab Donnerstagmorgen zählen die 24 Stunden.

An der Hunte angekommen, haben wir dann den Puck aufgestellt, das Kanu vom Dach genommen und sind sofort ab auf’s Wasser, um es auszuprobieren. Danach den Grill angeschmissen, Lagerfeuer gemacht und den Sonnenuntergang genossen.

Giuls, Lagerfeuer, Hunte und Boot

Giuls, Lagerfeuer, Hunte und Boot

Am nächsten Morgen gab es endlich wieder Frühstück im Puck und wer schaut vorbei? Berni! Acht Monate lang nicht live gesehen! Hach, das war ein so schöner Moment!

Es war auch der Moment, wo uns klar wurde: Die Normalität ist nicht so weit weg, wie wir dachten und die Akkus brauchen auch nicht so lange, bis sie sich wieder füllen.

Das Alles fühlt sich jetzt nach den Wintermonaten so gut an und wir genießen jede Minute bis Montag. Ob Regen oder Sonne ist uns dabei völlig egal.

Der Blues weicht der Zuversicht! Und das ist ein mega gutes Gefühl!

Wie ist es bei euch? Habt ihr diese Erfahrung auch gemacht oder kommt eure erste Tour noch? Schreibt es gerne in die Kommentare – wir freuen uns wie immer sehr auf den Austausch mit euch!

Die Zuversicht steigt. Giuls am Lagerfeuer vorm Puck

P.S.
Wir wissen, dass es uns – verglichen mit anderen, die (weit) weniger gut bis hierher gekommen sind – wirklich gut geht! Das ist uns bewusst und wir haben auch einige liebe Menschen in unserem Umfeld, denen wir versuchen zur Seite zu stehen. Und das können wir wesentlich besser und intensiver, wenn unsere Akkus voll sind!

 

13 Kommentare

  1. Elisabeth Wiebecke sagt

    Hallo zusammen,
    wir besitzen seit über 10 Jahren ebenfalls einen Eriba Puck, der aktuell seit zwei Jahren auf einem Dauerstellplatz am See steht. Früher sind wir ganz viel in Deutschland oder Österreich unterwegs gewesen in den Ferien, seit zwei Jahren konnten wir aber aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr unterwes sein. So waren wir dann froh, den Dauerstellplatz als Auszeit zu haben. Nun waren wir auch zum ersten Mal seit ganz vielen Monaten einmal wieder in unserem Puck und haben glaube ich dasselbe Gefühl gehabt, wie ihr nach so langer Zeit. Es war einfach nur schön in dem Puck. Es ist einfach ein toller Wohnwagen.
    Liebe Grüße Elisabeth

  2. Annette Grüger sagt

    Liebe Gulia, lieber Marcus! Vielen Dank für Euren Einblick ins Akkuaufladen. Aufgrund Corona und damit verbundener finanzieller Einschränkungen bin ich zwar erstmal meinen selbst umgebauten Minicanper (VW-Touran) wieder los, aber es hindert mich nicht über Pfingsten den Trekkingrucksack zu packen, mit Zelt und allem drum und dran und ein paar Tage pilgern zu gehen, um die Akkus aufzuladen. Es tut sooooo gut! Euch noch viel Spaß an der Hunte, auch mit dem neuen Boot!
    Liebe Grüße von Annette

    • Giulia & Markus sagt

      Moin Annette,
      sehr gerne und dein Feedback freut uns mega! Ach, herrlich! Viel Spaß und Erholung auf deiner Tour!
      Liebe Grüße von der Hunte
      Giuls & Markus

  3. Denke, neben der eigenen Verfassung (einige sind vom Naturell her so, das sie einen etwas längeren Anschub brauchen) auch wie die letzten Monaten verlaufen sind. Wie man leider hören muss, gabs Menschen die übelst einen zwischen den Beinen abgekommen haben. Auch ist ein Faktor ist man ein Single oder in einer Partnerschaft etc. Bei uns wird das noch ein wenig hinziehen, hab ein wenig LongCovid (dachte nie das ich sowas bekomme, dachte immer, wenn es mich trifft, dann nur sanft und kurz – nix da, schwerer Verlauf und s.o) und dann wie es in der Firma ausschaut, da ich jetzt einige Zeit ausgefallen bin, werden die Tage wo man Urlaub eintragen kann, wohl ziemlich reduziert sein, die Anderen werden wohl gnadenlos zugeschlagen haben 🙂 … Werde aber versuchen einen längeren Urlaub (3-4 Wochen) in der Nähe der Nord-/Ostsee zu machen, schon alleine wegen meiner Lunge. Hab schon was im Auge, aber wenn ich mir die Websites der Plätze anschaue… „ausgebucht bis weit in den Aug.“) *arrg* 🙂

  4. Ritschi & Gigi sagt

    Hallo ihr zwei,
    schön zu sehen, wie ihr den Corona-Blues überwindet und anderen damit auch wieder Mut in die Herzen zaubert.
    Bei uns sind die Akkus auch fast leer.
    Pfingstmontag noch eine Schicht im Pflegeheim und dann hoffentlich 3 Wochen durchatmen im Urlaub.
    Der Trigano steht schon auf der Auffahrt, aber vor lauter Arbeit und Stress haben wir noch nicht die Kraft gefunden ihn für eine Tour vorzubereiten.
    Im Moment fühlt es sich auch noch an, als würden wir die ersten Urlaubstage einfach mal durchschlafen.
    Aber positive Erfahrungen haben wir auch in dieser Zeit gemacht.

    Viel Stress beim Testen von Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitern gehabt – und nette Soldaten kennengelernt, die uns dabei unterstützt haben.

    Unsern 16jährigen Rüden verloren – und einen neuen Wirbelwind bekommen.

    Das Sterben unseres Vaters und Schwiegervaters begleitet – und Kraft im Zusammenhalt der Familie gefunden.

    Wir freuen uns jetzt auf unseren Urlaub, um wieder durchatmen zu können, ohne FFP2 Masken.
    Ob wir das hier im Garten machen oder woanders ist eigentlich gar nicht so wichtig. Die Sonne scheint den Glücklichen überall !

    Wir freuen uns immer von Euch zu hören
    Alles Liebe für Euch

    Ritschi und Gigi

    • Giulia & Markus sagt

      Moin ihr Beiden,
      schön von euch zu lesen! Hach, das freut uns, dass euch das Video gefallen hat. Jo, euch hat es natürlich mit am heftigsten getroffen „auffe Arbeit“. Ach, das Vorbereiten geht ja ratz fatz, sobald man einmal angefangen hat. Vorher mal zwei oder drei Tage ausschlafen und rumtüddeln hört sich nach einem guten Plan an! 🙂
      Oh, das ist ja traurig und oh, was ist es denn für ein Wirbelwind geworden?
      Ja, Zusammenhalt haben wir auch viel erlebt! 🙏
      Haltet durch bis zum Urlaub und vielleicht sieht man sich ja unterwegs. 😊
      Liebe Grüße von der Hunte
      Giuls & Markus

    • Giulia & Markus sagt

      Moin Peter,
      die wird noch getestet und dann kommt da (ggf.) ein Video zu.
      Liebe Grüße
      Giuls & Markus

  5. Kathrin Brese sagt

    Hey! Wir planen für den Sommer eine Rundreise durch Skandinavien. Wir sind dann beide geimpft und total happy, dass es endlich wieder los geht! 😀 Ich habe in eurem Video die neue Feuerschale gesehen. Wo habt ihr die her? Wir suchen was kleines zum Reisen. Im Kastenwagen ist der Platz doch sehr begrenzt. 😅 Durch euch sind wir seit letztem Jahr auch stolze Besitzer eines Skotty 🥰 Ich freue mich über eine Nachricht von euch! Liebe Grüße Kathrin

    • Giulia & Markus sagt

      Moin Kathrin,
      wir sind bislang auch ganz begeistert von der „Kleinen“. Wir probieren die noch ein wenig aus und dann kommt da (ggf.) ein Video zu. Wir bitten um ein wenig Geduld. 😉 Jo, den Skotti möchten wir auch nicht mehr missen. 👍
      Liebe Grüße von der Hunte
      Giuls & Markus

  6. Bent Hartge sagt

    Großartiger Jazz-Standard von Esther Phillips.
    Ich habe den Blues auch seit letzten Mittwoch abgelegt, weil das war der Tag meiner ersten Impfung.
    Cooler Kanadier. Meiner wird mich irgendwann im Juni oder Juli vom Havelland nach Hamburg tragen.

    • Giulia & Markus sagt

      Moin Bent! 🙂
      Ja, absolut. Tolles Lied! 😊👍 Ach, mega! Wir freuen uns auch, wenn wir dann dran sind! Sehr cool – vielleicht trifft man sich dann ja auch mal auf dem Wasser. 😊
      Liebe Grüße
      Giuls & Markus

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